Tagebuch 2017
27.8.2017 Geburtshilfe

Fit für die nächste Lammzeit !

Das war das Ziel, welches sich Herr Dr. Wagner und seine Kollegin Tierärztin Frau Ulrich gesetzt hatten.

Unsere teilnehmerlimitierte Veranstaltung war natürlich sehr schnell ausgebucht und alle haben mir gesagt, dass sich die lange Wartezeit gelohnt hat.

Der Vormittag, bis zum gemeinsamen Mittagessen, galt der Theorie über Grundlagen der Reproduktion bei kleinen Wiederkäuern, wie Geschlechtsreife, Zuchtreife, Tragezeit, Zyklussteuerung aber auch die Stalleinrichtung und die Stallapotheke wurden genau besprochen.

Am Nachmittag haben wir abwechselnd in zwei Gruppen gearbeitet. Während eine Gruppe die praktischen Übungen am Phantom mit Mehrlingsgeburten in Fehllagen übten, wurde die andere Gruppe über die Erstversorgung der Lämmer und genaue Kontrolle des neugeborenen Lammes unterrichtet. Nach jeweils zwei Schulstunden gab es das gemeinsame Abschlussgespräch mit anschliessender Diskussion. Der Tag war für alle sehr anstrengend und jeder war froh, dass er in Ruhe zu Hause in der Dokumentation alles nachlesen konnte.

17.08.2017

Ein Mitglied unseres Vereins, in gesicherter, verantwortungsvoller und stressreicher Position wollte einmal eine Weidesaison aussetzen und in den Bergen auf einer Alm Schafe hüten. Durch Zufall erfuhr er, dass eine Hochschule in Österreich, in Verbindung mit einem Interessenkonsortium eine wissenschaftliche Studie zur Erhaltung der Berglandschaft erstellen wollte.

Wissenschaftliche Arbeit heißt: Alles was möglich ist, wird gemessen und dokumentiert. Selbst die Schafe werden mit einem GPS-System ausgerüstet um später ein genaues Bewegungsprofil zu erstellen. Auf allen vorgegebenen Weideflächen wurden 100 qm ausgezäunt um nach dem Abweiden der umgebenen Fläche von Hand eine genaue Bestandsanalyse vorzunehmen, damit exakte Vergleichszahlen vorliegen.

Diese außergewöhnliche Arbeit mit voller alleiniger Verantwortung für 900 Schafe und zuverlässiger Einhaltung der vorgegebenen Aufgaben war ein großer Anreiz,

Mit den Schulungsunterlagen, die er im Laufe der Jahre seiner Schafhaltung in unserem Schafhalterverein und dem Versuchsgut Haus Riswick bekommen hat, hat er sich in Österreich beworben und nach einem Auswahlverfahren eine Zusage bekommen.

Über 5 Monate lief der Arbeitsvertrag. Nun das Beste zuerst: Pünktlich wurde der Auftrag begonnen und bis auf zwei krankheitsbedingte Ausfälle verlustfrei, gesund und zu aller Zufriedenheit beendet. Alles was dazwischen lag hat uns Aldo Pieli anschaulich geschildert. Besten Dank für den gelungenen Vortrag.

07.07.2017

Unser Grillfest war wieder eine gelungene Veranstaltung. Auf der Anwesenheitsliste hatten sich nur72 Personen eingetragen,

obwohl ich der Ansicht bin, es waren noch Einige mehr.

Unsere Filzerinnen begannen bereits um 17 Uhr mit ihren Vorführungen und der letzte Teilnehmer ging um 23:45 Uhr. Die drei Grillmeister hatten wieder etwas Hervorragendes geleistet. Selbst die sonst geschmähten Lammrippchen fanden reißenden Absatz. Würstchen und Spieße in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen ließen selbst unseren Wirt erstaunen.

Einige unserer Sponsoren waren auch anwesend und konnten so ihre Kunden ganz unverbindlich wieder treffen.

18.05.2017

Einen super Informationsabend hat uns die Firma Bayer vermittelt. Herr Dr. Mundt ist Spezialist zur Bekämpfung der

Kokzidiose. Hätten wir diesen Vortrag schon früher einmal gehabt, dann hätte so manches Lamm seine Kindheit überlebt.

Nochmals ein aller bestes Dankeschön an Herrn Dr. Mund und die Firma Bayer.

23.02.2017

An diesem Tag besuchte uns der Regionalberater der Kali und Salz GmbH aus Kassel http://www.kali-gmbh.com/dede/ , Herr Elfrich.

Nochmal Danke, dass er noch nach einem Arbeitstag in Erfurt den Weg nach Velbert auf sich genommen hat.

Er referierte über Nährstoffe und Pflege die unsere Futterwiesen benötigen, damit unsere Tiere gesund versorgt werden. Die Kali und Salz ist ein Bergbauunternehmen, das unter anderem Salz abbaut.

Solche Salze und der richtige PH Wert sind wichtig für einen gesunden Boden. Die wichtigsten Mineralien sind Kalium, Phosphor, Antrium und Magnesum. Kalium z.B. verhindert die Verdichtung des Bodens.

Eine genauere Analyse des Bodens erreicht man über Bodenproben, die an die LUFA gesendet werden. Zur Entnahme reicht ein Spaten und ein Löffel oder aber spezielle Behälter die in den Genossenschaften erhältlich sind. Da es für Hobbyschafhalter kein „Futterwiesen‘“ Formular gibt, empfiehlt Herr Elfrich das Formular für Pferdeweiden. http://www.landwirtschaftskammer.de/lufa/analysen/boden/pferdeweiden.htm

Aber auch sogenannte Zeigerpflanzen wie Sauerampfer, Schachtelhalm und andere können dem Schafhalter anzeigen, dass er dem Boden helfen muss.

Vielfach ist dies mit Materialien möglich, die sogar im Öko Landbau zugelassen sind und die zur Not auch mit der Hand aufzubringen sind. Zum Abschluss bot Herr Elfrich unseren Teilnehmern bei Rückfragen auch eine telefonische Beratung an .

M.Henke